Wann sollte ein Pferd chiropraktisch behandelt werden?

Jede Lahmheit verändert die Körperhaltung des Pferdes und führt zu Kompensationen, d.h. gesunde Bereiche des Bewegungsapparates übernehmen die Last erkrankter Körperteile. Bleiben diese Kompensationen länger bestehen, werden auch die bisher gesunden, aber nun überbelasteten Körperbereiche/-strukturen Schaden nehmen. Es ist von großem gesundheitlichen Nutzen, regelmäßig und nach jeder Lahmheit das Pferd auf Kompensationen und Blockaden hin untersuchen und behandeln zu lassen, um optimale Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Vor allem junge, noch wachsende Pferde profitieren von der chiropraktischen Behandlung. Bei ihrem starken Spiel- und Bewegungsdrang kommt es oft zu Stürzen und Fehltritten, durch die Blockaden entstehen können. Auch wenn die veränderte Gelenkstellung nur einen Bruchteil seines vollen Bewegungsausmaßes ausmacht, erhält das Gehirn dadurch die Information einer veränderten Statik. An dieser Information orientiert sich das Wachstum.

Für Pferde im Leistungssport ist die Chiropraktik ideal. Athletische Leistungen verlangen vom Körper ein Funktionieren mit Spitzeneffektivität und ohne Steifheit und Schmerzen. Ein Sportpferd, dessen Rücken schmerzt, wird nicht die Leistung zeigen, zu der es in der Lage wäre. Schulmedizinische Behandlungen sind in der Lage, Schmerzen oder Muskelverspannungen zu reduzieren, behandeln aber nicht die Ursache der Störungen und sind zusätzlich oft dopingrelevant.

Mit zunehmendem Alter zeigen sich Spätfolgen der vielen kleinen und großen Belastungen, denen die Wirbelsäule im Laufe des Lebens ausgesetzt war. Regelmäßige chiropraktische Behandlungen können einen Beitrag dazu leisten, die Beweglichkeit des Pferdes auch im Alter zu verbessern und so sein Wohlbefinden und seine Lebensfreude positiv zu beeinflussen.

Chiropraktik ist eine sehr gute Methode, die Leistungsbereitschaft und Gesundheit des Pferdes zu erhalten, egal, ob es sich dabei um ein Pferd aus dem Spitzensport oder ein Freizeitpferd handelt.