Häufig gestellte Fragen

Bringt die chiropraktische Behandlung Risiken mit sich?

In den letzten Jahren hat die Veterinär-Chiropraktik immer stärkeren Zuspruch erfahren. Leider ist sie aber auch zum Teil durch nicht entsprechend ausgebildete "Einrenker" ins negative Licht gerückt. Dabei sollte man wissen:

Ein Gelenk besteht aus mindestens zwei durch Bänder und eine Gelenkkapsel mehr oder weniger beweglich miteinander verbundenen Knochen.

Der Kontaktpunkt des Chiropraktikers für die Gelenkjustierung wird an einem der beteiligten Knochen möglichst nahe des betroffenen Gelenks gewählt. Die geringe Entfernung gewährleistet einen kurzen Hebel  und direkten Einfluss auf das betroffene Gelenk. Dies sorgt dafür, dass mit der chiropraktischen Justierung ausschließlich Gelenke behandelt werden, die in der vorhergehenden Untersuchung als blockiert erkannt worden sind, und dies auch nur innerhalb ihres natürlichen Bewegungsspielraums.

Die Justierung erfolgt in einem bestimmten Winkel, welcher sich nach der Stellung der Gelenkflächen richtet, mit einer minimalen Tiefe und hohen Geschwindigkeit, welche es ermöglicht, bei gleicher Effektivität die angewendete Kraft auf ein Minimum zu reduzieren. All das sind typische Merkmale der Chiropraktik, welche -korrekt ausgeführt- eine sehr sichere Gelenkbehandlung gewährleisten.

Indirekte Techniken oder Techniken über eine Gliedmaße als langem Hebel sind keine chiropraktischen Techniken.

Es ist wichtig, die chiropraktische Behandlung  von spezialisierten Tierärzten durchführen zu lassen, die die chiropraktischen Justierungen in organisierten Seminaren erlernt haben.
Tierärzte beschäftigen sich während ihrer Ausbildung unter anderem zwei Jahre lang mit dem Studium der Anatomie, der Wissenschaft über den Körberbau von Tieren. Keine andere Ausbildung behandelt die Anatomie vergleichbar ausführlich und intensiv. Die Zusatzausbildung in der Veterinär-Chiropraktik beinhaltet das genaue Studium der Winkel und der Verhältnisse der einzelnen Gelenkflächen zueinander. Dies ist absolut notwendig, um verstehen und beurteilen zu können, was man bei der Untersuchung fühlt und mit der Justierung behandelt. Wochenendkurse, bei denen Laien ein paar Techniken gezeigt werden, reichen für dieses Verständnis nicht aus.

Nur Tierärzte sind neben der chiropraktischen Ausbildung auch geschult in der Erkennung von Erkrankungen, die sich zwar ähnlich darstellen können, jedoch kein chiropraktisches Problem darstellen und daher einer schulmedizinischen Behandlung bedürfen.

Wissenschaftler in den USA, wo die Chiropraktik eine weitaus größere Bedeutung spielt als in Deutschland, beschäftigten sich mit dem Vergleich von Risiken der chiropraktischen Behandlung mit dem anderer schulmedizinscher Behandlungsweisen bei Menschen.

Das Ergebnis zeigt, dass die Befürchtung, Chiropraktik sei eine besonders risikoreiche Behandlungsmethode, völlig unbegründet ist.

Können Gelenke "ausleiern", wenn man sie zu oft justiert?

Die chiropraktische Justierung eines bewegungseingeschränkten Gelenks findet ausschließlich innerhalb des normalen Bewegungsspielraums des betroffenen Gelenks statt.

Befürchtet man, das Gelenk könnte dabei ausleiern, müsste man ebenfalls befürchten, dass Gelenke bei „normalem Gebrauch“ ausleiern.

Je länger man Gelenkblockaden unbehandelt lässt, desto mehr Nachteile entstehen für das Nervensystem und den gesamten Organismus. Ein "zu oft" gibt es demnach nicht.

 

 

Woher kommen die Geräusche bei der Gelenkjustierung?

Die Justierung von Gelenken führt manchmal zu Geräuschen, die den Pferdebesitzer beunruhigen. Dabei handelt es sich lediglich um einen Druckabfall im Gelenk, welcher bei der Bewegung der Gelenkflächen stattfindet. Dieser Druckabfall ist weder schmerzhaft noch gefährlich.

Druck im Gelenkspalt baut sich auf, wenn auf zwei aufeinander liegenden Gelenkflächen Gewicht lastet, wie zum Beispiel zwischen den einzelnen Wirbelknochen des aufrecht stehenden menschlichen Skeletts. Dies erklärt auch, warum bei der Justierung der menschlichen Wirbelsäule mehr Geräusche entstehen als bei der des Pferdes.

 

 

Kann ich etwas tun, damit mein Pferd nie wieder eine Blockade hat?

Jeder, der eine Wirbelsäule hat und sie benutzt, sprich: lebt, wird sich hin und wieder mal mehr mal weniger Bewegungseinschränkungen seiner Wirbelsäule einhandeln. Eine falsche Bewegung, Streß, eine Dysfunktion eines inneren Organs und schon nehmen eine Blockade und ihre Kompensationen ihren Lauf.

Ganz verhindern kann man das nicht. Aber je fitter und sinnvoll trainierter der Körper ist, desto eher kann er eine falsche Bewegung abfangen. Will man also sein Pferd gesund halten, führt an sinnvollem, der Biomechanik nicht im Widerspruch stehendem Reiten/Ausbilden kein weg vorbei.

Einzelne Übungen wie Möhrchengymnastik oder reflexartig den Rücken aufwölben lassen haben diesen Effekt nicht.

Es empfiehlt sich auch wenn keine merklichen Beschwerden vorliegen ein- bis zweimal im Jahr die Wirbelsäule seines Pferdes untersuchen und justieren zu lassen damit es auch weiterhin fit bleibt und es gar nicht erst zu größeren Problemen kommt.

 

 

 

 

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